

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Haus- und Wildschweine befällt. Um ihre Ausbreitung einzudämmen, ist das rasche Auffinden infizierter Wildschweinkadaver essenziell. Speziell ausgebildete Kadaversuchhunde leisten hierbei einen entscheidenden Beitrag.
In Deutschland werden seit einigen Jahren Hunde darauf trainiert, verendete Wildschweine aufzuspüren. Die ASP-Spürhundeteams werden im Ernstfall eingesetzt und ergänzen Detektionsmethoden wie z.B. Drohnen, denn sie können selbst versteckte oder bereits verweste Kadaver aufspüren und so die Weiterverbreitung des ASP-Virus verhindern.
Um in Rheinland-Pfalz zukünftig Suchengespanne in ausreichender Anzahl vorhalten zu können, haben das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM), Landesforsten Rheinland-Pfalz, der Landesjagdverband, der Malteser Hilfsdienst, sowie der Jagdgebrauchs-hundeverband, Landesverband Rheinland-Pfalz, eine Kooperation gebildet. Ziel ist es, gemeinsam eine dezentrale Ausbildung von ASP-Kadaverspürhunden zu etablieren.
Die Ausbildung dieser Suchhunde ist anspruchsvoll und kombiniert theoretische sowie praktische Inhalte. Neben der eigentlichen Sucharbeit erlernen die Teams auch Erste Hilfe für Mensch und Tier , den sicheren Umgang mit Karten und Kompass zur Orientierung im Gelände, protektiven Hygienemaßnahmen und Desinfektionmaßnahmen, welche bei Kontakt mit dem Quarantäneschaderreger ein absolutes Muss darstellen. Ein zentraler Bestandteil ist zudem, dass die Hunde während der Suche Wildtiere ignorieren und sich ausschließlich auf die Kadaversuche konzentrieren.
Die einsatzfähigen Teams im Ehrenamt werden mit Schutzbekleidung für Hund und Hundeführer und Gps ausgestattet und erhalten weitere Schulungen. Nach erfolgreich bestandener Prüfung verpflichten sich die Teams, im Seuchenfall für einen bestimmten Zeitraum einsatzbereit zu sein.
Der Einsatz von Kadaversuchhunden hat sich als wirksames Mittel im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest bewährt. Sie tragen wesentlich dazu bei, die Seuche einzudämmen und die Haus- und Wildschweinbestände zu schützen.
Einmal im Monat findet ein Onlineinformationsabend statt, in dem ich über Voraussetzungen, Ablauf und Aufrechterhaltung der ASP Kadaverspürhunde unverbindlich aufkläre.
Nächster Termin:
Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Verkehr, Landesforsten Rheinland-Pfalz, dem Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V., dem Malteser Hilfsdienst und dem Jagdgebrauchshundeverband, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.



